Rollwagen im Harz

. . ein spannendes Thema !

Nun ja, eigentlich wollte ich mich bei Schmalspurmodulen auf den feinen kleinen Bahnhof Strassberg beschränken. Hat aber nicht funktioniert, die Geschichte mit dem Beschränken.

Ursache hierfür war eine erweiterte Planung im Klein-BW Klausfelde, eine Streckentrennung. Wieso - so kam es mir beim Planen in den Sinn - sollte man eine Streckentrennung nur für die Normalspur machen?

Ein Anschluß in irgendeiner Form zur Schmalspur wäre sicherlich mal etwas anderes.

Bei diesen Überlegungen kam mir meine alte Vorliebe zum Rollwagenbetrieb in den Sinn. Rollbockverkehr ist öfter zu finden, jedoch braucht man hier eine vernünftige Veladung auf Rollböcke mit entsprechender Grube - beim Rollwagen ist die Übergabe weniger aufwändig. Also ging es in die Planung zu einem Übergabemodul von Normalspur zu Schmalspur und umgekehrt.

Kurz gefaßt kann man das Ergebnis einer längeren Planungsphase mit viel Austausch mit Jens Emmermann unten sehen. Von beiden Seiten sind eine Menge Ideen eingeflossen und umgesetzt worden.

Wer sich mit den Betriebsmöglichkeiten dieses Moduls auseinandersetzt stellt schnell die Vielzahl von Aktionsmöglichkeiten fest.


Dann zunächst viel Spaß beim 'Erarbeiten' dieses interessanten Moduls.

Das nicht alltägliche Modul Normalspur - Schmalspur mit Rollwagenverladung. Wie bereits erwähnt wurde nach kurzer intensiver Erörterungsphase diese Variante aus den vielen angedachten Möglichkeiten gewählt. Betriebstechnisch bietet sie einiges, von der Anlieferung der zu verladenden Güterwagen und sofortigem Rücktransport bereits abgefertigter Güterwagen, Erledigung ortsgebundener Rangierarbeit durch eine Köf oder eine andere kleine Diesellokomotive bis hin zu der Schmalspurtätigkeit vom Anliefern und Mitnehmen der Rollwagen.

Gleistechnisch ist alles eingebunden: Schmalspurgleis, Normalspur~ und Dreischienengleis.

Die Normalspurlok kann entweder im kleinen anzugliedernden BW (Klausfelde) 'geparkt'  und mit Betriebsstoffen versorgt werden oder - wenn andere Module angegliedert sind - mit oder ohne Güterwagen zum Ausgangspunkt zurückkehren.

Erste angedachte Modullänge war 90cm.

Kaum war die Strichzeichnung und das Konzept fertig machte ich mich an die Überprüfung der praktischen Gleisumsetzung des Moduls mit Gleisschablonen in Originalgröße. Meine Befürchtungen bestätigten sich, denn bei der realen Umsetzung der ersten Planung zeigte sich, dass die Modullänge zu kurz bemessen war und diese von 90cm auf 120cm anwuchs.

Letztendlich hat sich der Einsatz meiner Ansicht nach gelohnt, denn von der Betriebssituation und den Proportionen ist nun alles stimmig. Positiver Nebeneffekt dieses Moduls: es muß nicht unbedingt mit dem Klein-BW Klausfelde genutzt werden, es kann auch eigenständig eingesetzt werden.